DER BÜRGERMEISTER DER GEMEINDE OBERAUDORF

Corona. Aktuelles.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die aktuelle 7 Tages Inzidenz des Landkreises liegt bei 246,8. Aus gegebenen Anlass wird die Gemeinde ab jetzt jeden Montag die aktuellen Fallzahlen auch für die Gemeinde veröffentlichen, damit Sie eine möglichst gute Informationsbasis haben.

Zusätzlich werden wir bei neuen Regelungen informieren. Die aktuellen Fallzahlen für Oberaudorf haben sich gegenüber der Vorwoche abermals erhöht. Wir haben im Gemeindegebiet nun summativ 159 Fälle, in der Vorwoche waren es noch 139. Die Zahl der davon Genesenen liegt jetzt bei 60. Wir müssen also von 99 akuten Fällen in Oberaudorf ausgehen.

 

20201123Bild1


Zudem möchte ich Ihnen die vom Landratsamt zur Verfügung gestellte Tabelle für den Landkreis Rosenheim darstellen:

20201123Bild2

* Bei einer Fallzahl kleiner 5 erfolgt aus Datenschutzgründen keine Auswertung der Genesenen.

20201123Bild4

Aktuelle Lage (Text aus Pressemittteilung des Landratsamtes):

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass am 06.11. in der Stadt und am 09.11. auch im Landkreis Rosenheim die Schwelle von 300 in der 7-Tages-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen) überschritten war. Dies stellte bislang den Höhepunkt des Fallaufkommens dar. Nach diesem Scheitelpunkt waren die Werte der 7-Tages-Inzidenz in Stadt und Landkreis rückläufig und sanken in der Stadt auf unter 200 (190,4 am 17.11.) bzw. im Landkreis auf 229,6 (am 15.11.) ab. Seit dem 18.11. steigen die Werte in der Stadt bzw. seit dem 16.11. auch im Landkreis wieder leicht an und befinden sich derzeit auf hohem Niveau (aktuell Stadt 214,0 und Landkreis 246,8). Somit ist aktuell der Trend einer deutlichen Abschwächung der neu gemeldeten Fallzahlen gestoppt. Täglich werden dem Gesundheitsamt Rosenheim zwischen 160 und 200 neue Fälle gemeldet.

Bislang konnten die Beschränkungsmaßnahmen der Staatsregierung mit dem Teil-Lockdown in der Region Rosenheim das Infektionsgeschehen nicht wie erhofft abbremsen.

Infektionsübertragungen ereignen sich überwiegend im privaten Umfeld. Fälle und Folgefälle ereignen sich auch in Schulen. Zunehmende Bedeutung erlangen Ausbrüche in Einrichtungen wie Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen sowie Asylbewerberunterkünften. Es kommt aber auch vereinzelt zu Superspreading-Ereignissen zum Beispiel durch private Feiern.

„Trotz der ergriffenen Infektionsschutzmaßnahmen konnte das Infektionsgeschehen in der Region bislang nicht wie erhofft eingedämmt und auf ein niedriges Niveau abgebremst werden. Der jetzt aktuell wieder aufgetretene Anstieg der Fallzahlen ist sehr kritisch. Insbesondere die Zunahme der Ausbrüche in den medizinischen Einrichtungen wie Kliniken und Heimen bereitet uns Sorgen“, mahnt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim. „Es steht zu befürchten, dass durch die Ausbruchsgeschehen zunehmend betagte Personen sowie Patienten oder Bewohner mit Grunderkrankungen und geschwächtem Immunsystem erkranken mit der Folge schwerer Krankheitsverläufe und von Todesfällen. Erste Hinweise darauf sind die gestiegenen Behandlungszahlen auf den Normalstationen aber gerade auch auf den Intensivstationen in den Kliniken der Region. Das Gesundheitsamt stemmt sich mit allen Unterstützungskräften weiterhin mit aller Macht gegen diese zweite Welle und versucht, durch deutliche Aufstockung des Personals ein Wiederaufflammen der unkontrollierten Ausbreitung in der Region zu verhindern. Wir hoffen, dass die von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Beschränkungsmaßnahmen doch noch eine deutlichere Wirkung entfalten werden. Wir müssen zwingend eine Überlastung der Krankenhäuser in unserer Region vermeiden. Das gelingt aber nur, wenn sich alle Bürgerinnen und Bürger streng an die Hygieneregeln halten!

Grundsätzlich lassen sich auch jetzt noch Infektionsübertragungen im privaten Umfeld durch einfache Mittel verhindern: Ich appelliere daher eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz und in der Freizeit verantwortungsvoll an die AHA+L-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie regelmäßigem Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit. Auch der gemeinsame Aufenthalt in geschlossenen Räumen über 30 Minuten kann im Einzelfall bei Aerosolbildung zu Übertragungen führen. Hier ist auf regelmäßiges und ausreichendes Lüften zu achten“, so Hierl.

Aufgrund dieses Sachverhaltes des Landratsamtes möchte ich darauf hinweisen, dass eine verordnete Quarantäne dringend einzuhalten ist!

Eine Übersicht über die aktuell gültigen Maßnahmen finden Sie unter:

https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/

Viele Grüße und bleiben Sie gesund,

Prof. Dr. Matthias Bernhardt

1.Bürgermeister